Die Gewinner des Deutschen Musical Theater Preises 2024
Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung war die Verleihung des Ehrenpreises an Volker Ludwig, den Gründer des Berliner Grips-Theaters. Die Laudatio hielt der ehemalige Berliner Bürgermeister Klaus Wowereit, der Ludwigs bedeutenden Beitrag zur deutschen Musicalszene würdigte. „Volker Ludwigs Arbeit, wie zum Beispiel das erfolgreiche Musical LINIE 1, hat nicht nur in Deutschland, sondern weltweit Resonanz gefunden. Seine Stücke wurden in etliche Sprachen übersetzt und auf der ganzen Welt auf die Bühne gebracht. Er hat bewiesen, dass das deutschsprachige Musical eine eigene, innovative Identität hat“, so Wowereit.
Der Abend bot zudem beeindruckende Live-Darbietungen aus den nominierten Produktionen, die das Publikum begeisterten und die Vielfalt und Kreativität der deutschsprachigen Musicalszene eindrucksvoll präsentierten. „Es ist eine große Ehre, diesen besonderen Abend zu moderieren und die herausragenden Talente der deutschen Musicalszene zu feiern“, freute sich Jannik Schümann. „Die Vielfalt und Kreativität, die wir heute Abend gesehen haben, sind wirklich inspirierend.“
DIE GEWINNER DES DEUTSCHEN MUSICAL THEATER PREISES 2024
01. Bestes Musical
Die Königinnen (Landestheater Linz, Linz, Österreich)
Die Gänsemagd (Brüder Grimm Festspiele, Hanau) (nominiert)
Kasimir und Karoline (Staatsoper Hannover, Hannover) (nominiert)
Sterntaler (Brüder Grimm Festspiele, Hanau) (nominiert)
02. Bestes Revival
Die Päpstin – Das Musical (spotlight musicals GmbH im Schlosstheater Fulda)
Der Mann, der Sherlock Holmes war (Theater Bielefeld) (nominiert)
03. Beste Komposition
Die Königinnen (Landestheater Linz, Linz, Österreich) – Thomas Zaufke
Die Gänsemagd (Brüder Grimm Festspiele, Hanau) – Lukas Nimscheck (nominiert)
Kasimir und Karoline (Staatsoper Hannover, Hannover) – Jherek Bischoff (nominiert)
Sterntaler (Brüder Grimm Festspiele, Hanau) – Timo Riegelsberger (nominiert)
04. Bestes Buch
Die Gänsemagd (Brüder Grimm Festspiele, Hanau) – Franziska Kuropka
Die Rückkehr von Peter Pan (Theater Regensburg) – Shaun McKenna (nominiert)
Sterntaler (Brüder Grimm Festspiele, Hanau) – Jan Radermacher (nominiert)
05. Beste Liedtexte
Oh! Oh! Amelio! (Staatstheater am Gärtnerplatz, München) – Thomas Pigor
Die Gänsemagd (Brüder Grimm Festspiele, Hanau) – Franziska Kuropka (nominiert)
Kasimir und Karoline (Staatsoper Hannover, Hannover) – Martin G. Berger (nominiert)
06. Bestes Musikalisches Gesamtbild
Kasimir und Karoline (Staatsoper Hannover, Hannover) – Maxim Böckelmann
Die Gänsemagd (Brüder Grimm Festspiele, Hanau) – Dominik Franke, Philipp Gras, Joe Schmitz (nominiert)
Die Königinnen (Landestheater Linz, Linz, Österreich) – Tom Bitterlich, Markus Syperek (nominiert)
07. Beste Regie
Kasimir und Karoline (Staatsoper Hannover, Hannover) – Martin G. Berger
Die Gänsemagd (Brüder Grimm Festspiele, Hanau) – Lukas Nimscheck (nominiert)
Die Königinnen (Landestheater Linz, Linz, Österreich) – Simon Eichenberger (nominiert)
Sterntaler (Brüder Grimm Festspiele, Hanau) – Jan Radermacher (nominiert)
08. Beste Choreographie
Ku'damm 59 (BMG Live und pop-out im Theater des Westens, Berlin) – Jonathan Huor
Der Mann, der Sherlock Holmes war (Theater Bielefeld) – Yara Hassan (nominiert)
Sterntaler (Brüder Grimm Festspiele, Hanau) – Soufjan Ibrahim (nominiert)
09. Bestes Bühnenbild
Kasimir und Karoline (Staatsoper Hannover, Hannover) – Sarah-Katharina Karl
Heidi (Walensee-Bühne, Murg, Schweiz) – Christoph Weyers (nominiert)
Woyzeck (Theater für Niedersachsen, Hildesheim) – Beata Kornatowska (nominiert)
10. Bestes Kostüm- und Maskenbild
Die Königinnen (Landestheater Linz, Linz, Österreich) – Conny Lüders
Die Gänsemagd (Brüder Grimm Festspiele, Hanau) – Anke Küper, Kerstin Laackmann, Wiebke Quenzel (nominiert)
Kasimir und Karoline (Staatsoper Hannover, Hannover) – Esther Bialas (nominiert)
11. Bestes Lichtdesign
Die Königinnen (Landestheater Linz, Linz, Österreich) – Michael Grundner
Kasimir und Karoline (Staatsoper Hannover, Hannover) – Fabian Grohmann (nominiert)
Woyzeck (Theater für Niedersachsen, Hildesheim) – Dominik Schneemann (nominiert)
12. Bestes Sounddesign
Die Päpstin – Das Musical (spotlight musicals GmbH im Schlosstheater Fulda) – Fabian Kampa, Max Becker
Kasimir und Karoline (Staatsoper Hannover, Hannover) – Christoph Schütz (nominiert)
Ku'damm 59 (BMG Live und pop-out im Theater des Westens, Berlin) – Florentin Adolf (nominiert)
13. Beste Darstellerin in einer Hauptrolle
Die Königinnen (Landestheater Linz, Linz, Österreich) – Alexandra-Yoana Alexandrova
Die Gänsemagd (Brüder Grimm Festspiele, Hanau) – Sandra Leitner (nominiert)
Heidi (Walensee-Bühne, Murg, Schweiz) – Kim Fölmli (nominiert)
Kasimir und Karoline (Staatsoper Hannover, Hannover) – Sophia Euskirchen (nominiert)
14. Bester Darsteller in einer Hauptrolle
Kasimir und Karoline (Staatsoper Hannover, Hannover) – Drew Sarich
Der Mann, der Sherlock Holmes war (Theater Bielefeld) – Markus Schneider (nominiert)
Die Gänsemagd (Brüder Grimm Festspiele, Hanau) – Florian Sigmund (nominiert)
15. Beste Darstellerin in einer Nebenrolle
Berlin Non Stop (TH Entertainment GmbH im Pfefferberg Theater, Berlin) – Bettina Meske
Die Gänsemagd (Brüder Grimm Festspiele, Hanau) – Charlotte Heinke (nominiert)
Die Päpstin – Das Musical (spotlight musicals GmbH im Schlosstheater Fulda) – Femke Soetenga (nominiert)
16. Bester Darsteller in einer Nebenrolle
Berlin Non Stop (TH Entertainment GmbH im Pfefferberg Theater, Berlin) – Lukas (Lucii) Sandmann
Kasimir und Karoline (Staatsoper Hannover, Hannover) – Philipp Kapeller (nominiert)
Sterntaler (Brüder Grimm Festspiele, Hanau) – Fabian Baecker (nominiert)
Auch in diesem Jahr wurde wieder der Craig-Simmons-Preis, ein Sonderpreis der Deutschen Musical Akademie, verliehen. Die Jury begründete ihre Entscheidung für Steffi Irmen als „Die Amme“ folgendermaßen: „Steffi Irmen begeisterte in der Rolle der „Amme“ das Publikum von „Romeo & Julia“ allabendlich. Und dann ist etwas passiert, das man eigentlich nur aus dem Fernsehen kennt: „Die Amme“ bekam ein Spin Off! Peter Plate, Ulf Leo Sommer und Joshua Lange schrieben Steffi Irmen eine eigene Show auf den Leib.“ „Die Amme“ lief drei Tage ausverkauft im Berliner Theater des Westens und wir ab April 2025 dort wieder freitags aufgeführt. Steffi Irmen bedachte in ihrer gereimten Dankesrede ihre Weggefährten und endet mit „An alle, die jetzt nicht vorkamen: es reimt sich nicht auf Eure Namen!".
Text: Deutsche Musical Akademie