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Harry Kupfer

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Harry Kupfers Regiedebüt fand 1958 mit Dvořáks RUSALKA am Landestheater Halle statt. Dann folgte die Tätigkeit als Oberspielleiter am Theater Stralsund. Von 1962 bis 1966 wirkte er als 1. Regisseur an den städtischen Theatern Chemnitz (damaliges Karl-Marx-Stadt). Danach war er Operndirektor in Weimar und von 1972 bis 1981 Operndirektor der Staatsoper Dresden. Zu ELEKTRA von Richard Strauss, seiner ersten Auslandsinszenierung, hatte ihn 1973 die Oper Graz eingeladen. Der internationale Durchbruch gelang ihm 1978 bei den Bayreuther Festspielen mit dem FLIEGENDEN HOLLÄNDER, und mit dem RING DES NIBELUNGEN feierte er dort seit 1988 weiter Erfolge. Die Komische Oper Berlin, deren Chefregisseur er bis 2002 war, wurde für 21 Jahre seine künstlerische Heimat. Berliner Meilensteine waren sein Beginn mit Wagners MEISTERSINGERN oder der MOZART-ZYKLUS zur 40-Jahr-Feier des Hauses. Parallel erarbeitete er in der Staatsoper Berlin den WAGNER-ZYKLUS mit Daniel Barenboim. Mit mehr als 200 Inszenierungen prägte er das Opernverständnis unserer Zeit entscheidend. Harry Kupfer ist Mitglied der Akademie der Künste Berlin, der Sächsischen Akademie der Künste und der Freien Akademie der Künste Hamburg. Er erhielt u. a. gleich zweimal den Nationalpreis der ehemaligen DDR für seine Verdienste um die Komische Oper und die Staatsoper Dresden, den Frankfurter Musikpreis, den Kritikerpreis der Berliner Zeitung, das Große Bundesverdienstkreuz mit Stern, den Berlinorden, den Goldenen Apollo der Internationalen Vereinigung der Opernhäuser und das Silberne Blatt der Dramatiker Union. Die Welturaufführung von ELISABETH 1992 im Theater an der Wien führte ihn als Regisseur erstmals in die Welt des Musicals. 1999 übernahm er dort die Regie des Musicals MOZART! und wurde hierfür zum besten Regisseur der Spielzeit 1999/2000 ausgezeichnet. Neben vielen Opernarbeiten (z. B. Wagners RING in Barcelona, für den er zum „besten Regisseur“ gewählt wurde, arbeitete er unter anderem in Warschau, Amsterdam, Helsinki, Zürich und Wien. 2008 widmete er sich der Neuinszenierung der Tourneefassung von ELISABETH.

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