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VOM GEIST DER WEIHNACHT auf großer Bühne unterwegs

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VOM GEIST DER WEIHNACHT auf großer Bühne unterwegs

Seit dem 05.12.2014 bringt einen das Musical "Vom Geist der Weihnacht" wie auch in den vergangenen Jahren in die passende Adventsstimmung. Traditionell wechselt dabei seit einigen Jahren auch die Rolle des Weihnachtsengels, der in dieser Saison von Sängerin und Schauspielerin Jeannette Biedermann verkörpert wird. Doch das erfolgreiche Musical basierend auf Charles Dickens „A Christmas Carol“ überrascht in diesem Jahr mit weiteren Neuheiten: Erstmalig wird es ausschließlich in großen Arenen aufgeführt und gastiert neben Oberhausen auch in den Städten Bremen, Mannheim und Köln. Felix Martin kehrt nach acht Jahren in die Rolle des „Scrooge“ zurück und Mathias Schlung konnte erstmalig als „Marley“ verpflichtet werden. Entgegen der Theaterproduktion wird die Handlung nun durch mehrere bewegliche Videoleinwände unterstützt.


Weihnachtsmuffel Scrooge (Felix Martin) hat vor über 20 Jahren zusammen mit Marley (Mathias Schlung) ein Geschäft zur Kreditvergabe eröffnet und bereichert sich seit dem an den stetig steigenden Zinsen seiner Kunden. In der Nacht zu Weihnachten wird er von seinem alten Geschäftspartner besucht. Als Geist hat Marley noch eine Aufgabe zu erledigen und soll aus dem bösen Stadtschreck einen besseren Menschen machen. Unterstützt wird er dabei von dem Weihnachtsengel (Jeannette Biedermann), der die beiden mit auf eine Zeitreise durch Scrooge’s Leben nimmt.

Wie auch in den vergangenen Jahren wird die Rolle des Weihnachtsengels von einer prominenten Frau gespielt. In dieser Weihnachtssaison ist dies Jeannette Biedermann, die neben ihren Schauspiel-Engagements in den TV-Serien „Gute Zeiten, Schlechte Zeiten“ und „Anna und die Liebe“, auch beachtliche Erfolge als Pop-Sängerin feiern konnte. Ein „Echo“ und die „goldene Kamera“ bestätigen ihren Erfolg. Beste Voraussetzungen also, um als Darstellerin mitzuwirken. Ihren Erwartungen wird Biedermann gerecht, füllt ihre Rolle überzeugend aus und brilliert mit warmer Stimme.

Nach 2006 kehrt Felix Martin zum Musical VOM GEIST DER WEIHNACHT als Ebenezer Scrooge zurück. Der erfahrene Musicaldarsteller spielt den garstigen Geschäftsmann mit gewohnt kraftvoller Stimme und starker Präsenz. Als „Marley“ bereichert Mathias Schlung das Ensemble und spielt den liebenswerten Charakter des Geistes mit viel Gefühl.

Charles Dickens „A Christmas Carol“ wurde 1843 erstmalig veröffentlicht und zählt bis heute zu den beliebtesten Weihnachtsgeschichten. Der Produzent und Komponist Dirk Michael Stefan entwickelte die erste Bühnenfassung, die seit 2001 fast jährlich tausende Menschen in Weihnachtsstimmung bringt. Seit dem sind andere Bühnenfassungen erschienen, die dem großen Erfolg des Originales aber nichts anhaben konnte. Viele Songs bleiben als Ohrwurm im Kopf, wenn gleich sie leider nie durch eine Liveband unterstützt wurden. Immerhin ist mitunter eine Violinistin zu sehen, die in einzelnen Szenen die Melodien des Stückes begleitet. Unter der Regie von Matthias Kitter und Choreographin Natalie Holtom überzeugt das große Ensemble vor vier großen und beweglichen Videoleinwänden, sowie einer mittigen Projektionsfläche, die allesamt die sehr breite Bühne füllen können. Durch den Versatz der Videoleinwände und deren Beweglichkeit ist eine authentische Tiefe im Bühnenbild gegeben, das insbesondere bei den Zeitreisen durch tolle Videoeffekte überzeugen kann. Verschiedene Bühnenelemente, Requisiten und natürlich das imposante Gefährt des Weihnachtsengels runden das Bühnenbild von Matthias Läßig ab.

Abstriche sind nur in der Akustik gegeben, da die Tour-Produktion in diesem Jahr ausschließlich Arenen bespielt, die aufgrund ihrer Größe Hall erzeugen. Dies sollte bei der Platzwahl berücksichtigt werden, damit sich der Weihnachtszauber voll und ganz entfalten kann.

VOM GEIST DER WEIHNACHT ist und bleibt ein schönes Familienmusical, das sich in diesem Jahr durch zahlreiche Veränderungen positiv neu erfindet. Nach einem Besuch der Weihnachtsgeschichte ist mit großer Sicherheit die passende Weihnachtsstimmung geweckt.

(Rezensierte Vorstellung: Premiere, am 05. Dezember 2014)

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