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Unerreicht grandios: Die Best of Musical Gala 2012

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Derzeit tourt Stage Entertainment mit den acht bekannten Musicalstars Pia Douwes, Sabrina Weckerlin, Patricia Meeden, Elisabeth Hübert, Yngve Gasoy-Romdal, DMJ, Alexander Klaws und Mathieu Boldron innerhalb von sechs Wochen mit 37 Vorstellungen durch insgesamt 12 deutsche Städte.


Die acht Top-Solisten werden bei der Darbietung von 35 Songs aus 13 verschiedenen Musicals durch ein 18-köpfiges Orchester und 16 Tänzer unterstützt. Letztere wurden in einem großen Casting aus über 200 Bewerbern ausgewählt.

Die nun bereits fünfte Musical-Gala konnte dabei in der von uns besuchten Dortmunder Vorstellung die vergangenen "Best Of Musical"-Shows übertreffen, was besonders der Kombination aus Solisten und dem musikalischen Programm zu verdanken war. Unter dem Motto "Movie meets Musical" wurden neben Klassikern aus "Dirty Dancing", "Disneys Der König der Löwen", "Disneys Tarzan", "Mamma Mia", "Sister Act" und "Tanz der Vampire" natürlich auch die Neuproduktionen "Rebecca" und "Rocky" (Start November 2012), sowie Hits aus den Filmen "Dreamgirls", "Rapunzel - Neu verföhnt", "Burlesque" und "Moulin Rouge" dargeboten.

Alle Highlights im Video auf musicalradio.tv

Doch es sind vor Allem die Darsteller, die deutlich die Qualität eines Gala-Abends der Stage Entertainment unterstreichen:

Allen voran Pia Douwes, die nicht nur mit Ihrem klaren Gesang, sondern auch mit Ihrem schauspielerischen Talent unglaubliche Wandel vollführen kann. Ob böse-ernst als Mrs. Danvers in "Rebecca", fröhlich-spaßig in "Mamma Mia!" oder verführerisch-sexy in "Burlesque" und "Moulin Rouge" - die gebürtige Niederländerin, die letztes Jahr ihr 25-jähriges Bühnenjubiläum feiern durfte, ist und bleibt ein Weltstar, den man nicht mehr missen möchte.

Grandios ist zweifelsohne auch Sabrina Weckerlin, die besonders als "Ich" im Zusammenspiel mit Pia Douwes im "Rebecca"-Block zeigt, dass auch sie zu den besten Musicalstars des Landes zählt. Auch bei "Rapunzel - Neu verföhnt" spiegeln beide die Situation des Liedes "Mutter weiß mehr" in Perfektion nieder. Im "Dirty Dancing"-Block zeigt Sabrina Weckerlin obendrein ihr tänzerisches Talent und rockte bei "Show me how to Burlesque" ("Burlesque") die Dortmunder Westfalenhalle, nachdem sie in einem Ring sitzend aus großer Höhe auf die Bühne herab gelassen wurde.

Erfahrung vor einem Millionen-Publikum konnte zuletzt die "The Voice Of Germany"-Teilnehmerin Patricia Meeden sammeln. Die sonst als alternierende Deloris bei "Sister Act" in Hamburg auftretende Darstellerin überzeugte mit gefühlvollen Tönen als Nala in "Disneys Der König der Löwen", aber auch mit powergeladener Rockröhe in "Dreamgirls" und "Moulin Rouge". Innerhalb von Sekunden schaffte es Patricia Meeden die Besucher der prall gefüllten Dortmunder Westfalenhalle zum Aufstehen und Mitklatschen bei "Lass die Liebe rein" (aus "Sister Act") zu bewegen und sorgte damit zum Schluss der Show für das perfekte Stimmungsbett der Stage Neuproduktion "Rocky - Fight From The Heart", welches mit "Eye of the Tiger" und dem neuen Hit "One of Us" schon jetzt beim Publikum einen positiven Eindruck hinterlassen konnte.

Als vierte Frau im Bunde konnte Elisabeth Hübert engagiert werden, die neben Ihrem Musical-Einstand "Disneys Tarzan" auch in "Tanz der Vampire" absolut überzeugen konnte. Ihre stimmliche und schauspielerische Leichtigkeit als Sarah waren mitreißend.

Bei beiden Musicals stand ihr Alexander Klaws zur Seite, der als Tarzan und Alfred zeigt, dass beide durch die Vertrautheit der gemeinsamen Bühnenerfahrung musikalische Höchstleistungen bringen. Überhaupt ist Alexander Klaws durch sein Engagement bei "Disneys Tarzan" stimmlich gewachsen und ist auch schauspielerisch in der Musical-Liga angekommen.

Als Maxim de Winter zeigte sich Yngve Gasoy-Romdal ausdrucksstark und konnte sich als Graf von Krolock in "Tanz der Vampire" gesanglich und optisch als Graf-Nachfolger für Berlin bewerben.

Neben den Powerfrauen durfte aber auch ein Darsteller für die männlichen Rockparts nicht fehlen. DMJ bewies seine Qualitäten nicht nur im Zusammenspiel mit Patricia Meeden bei "One Night Only" ("Dreamgirls") oder Sabrina Weckerlin bei "Do You Love Me" ("Dirty Dancing"), sondern besonders auch bei den so wichtigen, ersten Publikumsbegegnungen mit der Neuproduktion "Rocky - Fight From The Heart" und sorgte für grandiose Stimmung mit "Eye of the Tiger".

Schwerer hatte es da Mathieu Boldron, der bei "Endlose Nacht" ("Disneys Der König der Löwen") noch überzeugen, sich aber bei "Kann es wirklich Liebe sein" seiner Gesangspartnerin Patricia Meeden nicht mehr auf Augenhöhe begegnen kann. Sein französischer Charme kann ihn aber dann als Schwitze-Fritze (Eddie Fritzinger) in "Sister Act" retten.

Highlight des Abends war zweifelsohne der "Burlesque / Moulin Rouge"-Block, der gesanglich und besonders optisch bewies, dass an diesem Abend die weiblichen Musical-Darsteller die Nase vorn hatten. Die Leistung von Pia Douwes, Sabrina Weckerlin, Patricia Meeden und Elisabeth Hübert stellt den Charterfolg von Christina Aguilera, Lil' Kim, Mya und Pink aus dem Jahre 2001 um Lichtjahre in den Schatten.

Nicht überzeugen konnte die Gala in dem leider unverständlich seltsam arrangierten "Disney"-Block. In einem Medley aus "Rapunzel", "Der Glöckner von Notre Dame", "Herkules", "Arielle, die Meerjungfrau", "Mulan", "Die Schöne und das Biest", "Pocahontas" und "Aladdin" wurden 12 Songs in nicht einmal 10 Minuten so versteckt ineinander geschoben, dass die Zuschauer keine Chance hatten die jeweiligen Werke zu erraten. Teilweise wurden sogar nur einzelne Sätze angedeutet, was den Spaß an diesem Block völlig genommen hat.

Ebenso musste man leider auch enttäuscht werden Sabrina Weckerlin als "Die Päpstin" erleben zu dürfen. Das Musical-Highlight des letzten Jahres erhaschte trotz Motto "Movie meets Musical" bei Stage Entertainment für die diesjährige Gala keine Aufmerksamkeit.

Dennoch überzeugt Stage Entertainment mit der "Best of Musical Gala 2012" auf ganzer Linie und konnte die hohen Erwartungen nach den vier vorherigen und sehr erfolgreichen Tour-Produktionen übertreffen. Die acht Solisten darf man in dieser Konstellation auf keinen Fall verpassen. Tickets für die bis 18. März laufende Tour sind noch für die weiteren Veranstaltungsorte Nürnberg (02.-04. März), Mannheim (06.-07. März), Leipzig (09.-11. März), Frankfurt (13.-14. März) und Köln (16. und 18 März) verfügbar.

Nachfolgend die Highlights im Video
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