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Mit neuer Besetzung weiterhin begeisternd: DIE PÄPSTIN in Fulda

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Mit neuer Besetzung weiterhin begeisternd: DIE PÄPSTIN in Fulda
Erstmalig in der über 1000-jährigen Geschichte der Stadt sind im "Musical Sommer Fulda" gleich drei aufeinanderfolgende Musicals der Spotlight Musicalproduktion im Schlosstheater zu sehen. Zur Eröffnung zeigt Spotlight das Erfolgsmusical DIE PÄPSTIN bis zum 13. Juli. Anschließend folgen FRIEDRICH - MYTHOS UND TRAGÖDIE (19. Juli - 03. August) und KOLPINGS TRAUM (08. - 17. August). In der nun mehr vierten Spielzeit wird DIE PÄPSTIN sicher wieder an die bisherigen Erfolge anknüpfen können, denn das Publikum der Premiere am vergangenen Freitag feierte die Heimkehr des Musicals mit tosendem Applaus.

Diesen erntete auch Produzent Peter Scholz in seiner Eröffnungsrede des ersten "Musical Sommer Fulda" und wünschte sich für die Stadt tausend weitere Jahre der neuen Festspiele. Die ersten fünf sind bereits geplant. Ein guter Schritt, um die neueren Eigenproduktionen dem gerne nach Fulda anreisenden Publikum zu präsentieren. Diese enttarnten sich in einer Abstimmung durch Scholz fast ausnahmslos als Wiederholungstäter. Die wenigen Handzeichen der Erstbesucher kommentierte er mit einem fröhlichen "Ach, die gibt's auch noch." Zurecht, denn DIE PÄPSTIN muss man gesehen haben.

Auch 2014 lohnt sich der (erneute) Weg in die schöne Barockstadt, um die Geschichte der kleinen Johanna (Matilda Martin),  die 814 in Ingelheim am Rhein als Tochter eines Dorfpriesters (Sascha Kurth) in eine Zeit geboren wird, in der Frauen keine Wertigkeit zuteil wird. Heimlich lernt sie Lesen und Schreiben, während ihr Bruder Johannes (Philipp Schäfer) unterrichtet wird, den sie fortan heimlich beim Lernen unterstützt. Als der griechische Gelehrte Aeskulapius (Claus Dam) im Dorf eintrifft, empfiehlt der Vater seinen Sohn für die Dorfschule. Aeskulapius prüft den Sohn, der nur stotternd versucht das von Johanna geschriebene zu lesen. Diese wiederum gibt sich als heimlich Helfende zu erkennen und beeindruckt Aeskulapius mit ihrem Wissen. Dieser möchte Johanna an der Domschule unterrichten, was der Vater verweigert, Johanna sei schließlich eine Frau. Die beiden Kinder verlassen indes nachts das Elternhaus, um an der Domschule ein besseres Leben zu erfahren. Für Johanna (erwachsen gespielt von Sabrina Weckerlin) beginnt eine Verkettung vieler Zufälle, in denen sie sich in den Grafen Gerold (Rob Fowler) verliebt, gesundheitliche Anschläge auf den Papst Sergius (Leon van Leeuwenberg) durch den mit dem Papststuhl liebäugelnden Anastasius (Lutz Standop) zu vereiteln versucht und durch das Volk, dem sie sich unter dem Namen Johannes als Mann zu erkennen zeigt, schließlich selbst zum Papst gewählt wird.

Neben der unübertreffbaren Sabrina Weckerlin, die in der Hauptrolle stimmlich und schauspielerisch höchste Maßstäbe setzt, harmoniert Rob Fowler als Neubesetzung des "Gerold" sehr. In kurzer Zeit hat er es geschafft eigene Akzente in die Titel seiner Rolle zu setzen. Auch Isabel Trinkaus bleibt als Mutter in den wenigen Szenen der Rolle positiv im Gedächtnis. Neu ist auch Andrea Pagani, der als "Arsenius" mit entschlossenem Gesichtsausdruck für den Ruhm seines Sohnes "Anastasius" (Lutz Standop) kämpft. Dieser wiederum blieb seiner Rolle gekonnt ebenso treu, wie Claus Dam als "Aeskulapius", dessen angenehme Gesangs- und Sprechstimme auch nach vier Jahren das Publikum immer noch mitreißend durch die spannende Geschichte der PÄPSTIN führt. Auch Dietmar Ziegler als "Fulgentius/Rabanus" erntete für seine Leistung gewohnt viel Applaus. Die 11-jährige Matilda Martin erweist sich auch im dritten Jahr als professionelles Ausnahmetalent in der Rolle der kleinen Johanna und entwickelt sich ebenso grandios weiter, wie auch Sascha Kurth, der statt wie 2011/2 nicht als Anastasius oder Kaiser Lothar, sondern nun mehr als Vater durch impulsives und körperbetontes Spiel außerordentlich gut überzeugt. Die vielen weiteren Darsteller des fast 40-köpfigen Ensembles runden das Musical perfekt ab, so dass der Erfolg der PÄPSTIN auch 2014 nicht abreißen kann und darf.

Premierenbesetzung vom 20. Juni 2014

Johanna: Sabrina Weckerlin
Gerold: Rob Fowler
Arsenius / Normannenkönig: Andrea Pagani
Anastasius: Lutz Standop
Aeskulapius: Claus Dam
Fulgentius / Rabanus / Ensemble: Dietmar Ziegler
Vater / Ensemble: Sascha Kurth
Mutter / Ensemble: lsabel Trinkaus
Marioza / Ensemble: Larissa Windegger
Richild: Jenny Schlensker
Kaiser Lothar / Thomas / Ensemble: Michael Scheel
Sergius: Leon van Leeuwenberg
Bote / Hofmarschall / Thedo / Ensemble: Dennis Henschel
Ensemble: Stefan Tolnai
Theodorus / Ensemble: Max Klakow
Ensemble: Robert Schmelcher
Rabe 1 / Ensemble: Yasuko Kayamori
Rabe 2 / Ensemble: Michelle Tönnies
Wahrsagerin / Ensemble: Tamina Ciskowski
Ensemble: Linda Stark
Johanna Kind: Matilda Martin
Johannes Kind: Philipp Schäfer

Extra-Ensemble
Franziska Bonk, Katharina Brehl, Kristin Heil, Katharina Quanz, Claudia Wolter, Jörg Alt, Manuel lhm, Marco Simowsky, Maroin Mhadhbi

Klosterschüler
Karl Balzer, Kilian Balzer, Felix Hof, Finn McGilvray, Benjamin Schwing, Enrique Ritz

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