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Ein Blick hinter die Kulissen von Sister Act

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Am 09. Dezember 2012 feiert das Stage Entertainment Musical SISTER ACT seine Stuttgart-Premiere. Bevor die Nonnen endgültig in das Kloster einziehen können, wird im Stage Apollo Theater noch fleißig gehämmert, gebohrt und geschraubt. Die Umbauphase läuft auf Hochtouren. Am Dienstag stellte Nils Lunow, Technical Supervisor, den eingeladenen Pressevertretern die umgebaute Bühne vor.


Bei der Show mit 28 Szenenwechseln auf offener Bühne muss auf jedes noch so kleine Detail geachtet werden, die Szenerie verwandelt sich in kürzester Zeit vom verruchten Nachtclub in die kargen Klosterkulissen samt Kirchenbänken, Speisesaal und Beichtstuhl bis hin zur festlichen Kathedrale. Knapp vier Wochen haben die insgesamt 25 Bühnentechniker Zeit, die 857 Quadratmeter große Bühne umzubauen.

Koordiniert wird der gesamte technische Einbau von Nils Lunow, Technical Supervisor bei Stage Entertainment. Er hat SISTER ACT schon in Hamburg, Mailand und Paris betreut und ist auch in Stuttgart wieder dabei. „Der Aufbau von SISTER ACT ist von Theater zu Theater unterschiedlich. In Stuttgart werden die Seilzüge im Bühnenturm sehr voll sein und damit noch enger hängen als zum Beispiel im Operettenhaus Hamburg. Dank unseres motivierten Teams, das jeden Tag aufs Neue vollen Einsatz bringt, liegen wir gut in der Zeit", so Nils Lunow. Er kennt die Stuttgarter Bühnenverhältnisse gut, denn neben SISTER ACT war er bereits für den Aufbau der BLUE MAN GROUP in Orlando, London, Amsterdam, Tokio, Berlin und Stuttgart verantwortlich und betreute auch ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK in Hamburg.

In insgesamt 19 LKWs wurde die Technik samt Kulissen in die schwäbische Landeshauptstadt transportiert. Neben 85 Moving Lights, 300 konventionellen Scheinwerfern, 260 Lautsprechern und einer Drehscheibe fanden aus Hamburg auch zwei Marienstatuen mit einer Höhe von jeweils 4,5 Metern ihren Weg ins Stage Apollo Theater. 64 Winden müssen ein Gesamtgewicht von 25 Tonnen tragen und damit die 51 hängenden Setteile im Schnürboden hoch und runter bewegen. Ein Großteil der Kulissen wird auf den insgesamt 7 Bühnenwagen gebaut, die während der Vorstellung bewegt werden können und somit schnelle Szenenwechsel ermöglichen.

In der Masken- und Kostümwerkstatt ist bis zu den ersten Bühnenproben noch einiges zu tun. Rund 30 Perücken werden geknüpft und frisiert. Auch die Hauben, jede Nonne hat vier davon, müssen an die jeweilige Darstellerin angepasst werden. In der Kostümabteilung werden die 250, Kostüme anprobiert und fertig gestellt. Die meisten davon sind mit hunderten von Pailletten besetzt. „Wer bei SISTER ACT nur an schwarze Habits denkt, täuscht sich. Bei uns werden die Nonnen auf der Bühne glitzern und strahlen", so Anja Lohmann, Leiterin der Kostümabteilung. Das schwerste Kostüm wiegt 4 Kilogramm und ist im Finale zu bewundern, außerdem sind pro Show ca. 86 Paar Schuhe auf der Bühne unterwegs.