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2.800 Menschen feiern die Musical-Allstars in Essen

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Judith Lefeber, Maricel, Roberta Valentini, Christian Alexander Müller, Nigel Casey und Petter Bjällö begeisterten am 08. Oktober 2011 bei einer Reise durch über 25 Musicals.


Stolz blickt Dirigent und Moderator Arnim Bartetzky in das alle Altersklassen umfassende Publikum seines Konzertes der "Musical Allstars" in der prall gefüllten Grugahalle Essen. Dieser Stolz ist auch begründet, denn Bartetzky schafft es dank Sponsor KODi ein erstklassiges Musical-Konzert mit Star-Besetzung für 19,95 € pro Ticket anzubieten. Versteckte Haken, böse Überraschungen? Fehlanzeige! Bartetzkys eigener Qualitätsanspruch ist viel zu hoch, als das auch nur einer der 2.800 angereisten Besucher etwas bemäkeln könnte.

Sechs Top-Darsteller präsentierten über 25 Musicals

Judith Lefeber, die unter Anderem die Hauptrolle in „Aida" spielte, meldete sich an diesem Abend nach der Geburt Ihrer zweiten Tochter zurück. Als kleinste Darstellerin überzeugt sie mit unverwechselbarer, warmer und tiefer Stimme und sorgte neben „Farbenspiel des Winds" aus „Pocahontas" besonders mit Ihrer eigenen Geschichte und dem daraus entstandenen Titel „Two Mothers" in Zusammenarbeit mit Arnim Bartetzky für Gänsehaut. Der Titel lässt auf eine mögliche Umsetzung der Geschichte des Adoptivkindes mit elterlichen Wurzeln in Indien hoffen.

Auch Maricel („Mozart!") arbeitet bereits sehr erfolgreich an einem eigenen Musical, dessen Grundlage die Geschichte der französischen Nationalheldin Johanna von Orléans ist. Für "Jeanne D'Arc" hat Maricel einen Titel geschrieben, den sie an diesem Abend zum ersten Mal vor großem Publikum präsentierte. Nicht nur Dirigent Arnim Bartetzky war begeistert, auch das Essener Publikum feierte die Premiere und freut sich auf eine hoffentlich baldige Umsetzung der Musical-Geschichte.

Die gebürtige Italienerin Roberta Valentini, die schon bald eine Hauptrolle in „Kein Pardon" darstellen wird, überzeugte nicht nur stimmgewaltig als Hexe Elphaba aus „Wicked", sie schaffte es sogar mit einem Titel aus „We Will Rock You" den Saal in einen Hexenkessel zu verwandeln. Besonders Ihre Fans sicherten sich die besten Plätze in den ersten Reihen, um Ihre Lieblingsdarstellerin lauthals zu unterstützen.

Für die männlichen Tonlagen hat Bartetzky unter Anderem den als „Phantom" aus „Phantom der Oper" bekannten Musicalstar Christian Alexander Müller eingeladen. Besonders bei bekannten Broadway-Titeln bewies das Gründungsmitglied der Formation „Musical Tenors" (Jan Ammann, Mark Seibert, Patrick Stanke) einen bemerkenswerten Tonumfang.

Derzeit eigentlich auf britischer „Rat Pack"-Tour hat es sich Nigel Casey, der sich in Bochum als „Greaseball" in „Starlight Express" einen großen Namen machen konnte, nicht nehmen lassen an diesem Abend zu den „Musical Allstars" zu gehören. Natürlich durften seine Rollschuhe nicht fehlen, die er auch bei einem Titel aus der Tour-Produktion von „Rat Pack" anbehielt. „Ich dachte wir machen Pumping Iron?", scherzte Casey und bewies auch ohne den Bochumer Express sein Können auf acht Rollen.

Petter Bjällö, der als Biest in „Die Schöne und das Biest" bekannt wurde und derzeit als „Dr. Dillamond" in „Wicked" zu erleben ist, verwandelte sich unter Anderem in „Fiyero" und sang mit Roberta Valentini die schöne Ballade „Solang ich dich hab" und wusste auch bei den zahlreichen, weiteren Musicalmelodien zu überzeugen.

Starke Stimmen – Bester Sound

Das Konzert wurde durch eine achtköpfige Liveband unterstützt. Playback ist für Dirigent und Veranstalter Arnim Bartetzky ein Begriff, der mit Musicals überhaupt nicht in Verbindung gebracht werden darf: „Musical lebt von Live-Musik und Live-Gesang. Gerade weil in Deutschland mittlerweile fast nur noch fragwürdige Musical-Shows mit unbekannten Interpreten im Playback-Verfahren das Musical-Publikum mit hohen Preisen und schlechter Qualität erzürnen, bleibe ich meinem Motto treu!"

Überhaupt versteht es der Dirigent sein Publikum auch als Moderator zu überzeugen und führte mit professionell lockerer und witziger Art durch den schönen Abend. Als Fachmann weiß er: „Andrew Lloyd Webber besitzt sieben Theater und direkt daran sieben Pommesbuden. Die Produktion von Musicals kostet viel Geld, Geld verdient man mit Pommesbuden."

Nach fast drei Stunden Unterhaltung auf höchstem Niveau (inklusive kleiner Pause) hielt es bei einem Medley aus „Ich war noch niemals in New York" und „Grease" keinen mehr auf den Sitzen. Es wurde getanzt, geklatscht und das große Team der Veranstaltung gefeiert. Die minutenlangen Standing Ovations wurden natürlich belohnt. Bartetzky zog noch ein Ass aus seinem großen Musical-Repertoire und sorgte mit „Time Of My Life" aus „Dirty Dancing" für einen weiteren Höhepunkt des Abends.


Die dritte Vorstellung der „Musical Allstars" war ein voller Erfolg, nicht nur aufgrund der anwesenden Top-Darsteller, sondern vielmehr aufgrund des hohen Anspruches des Veranstalters, Moderators und Dirigenten Arnim Bartetzky, der durch seine Liebe zu Musicals und guter Partnerschaften ein wahres Wunder zum Discountpreis ermöglicht hat.

Künftige Vorstellungen der stetig wechselnden „Musical Allstars" sind unter seiner Leitung vorbehaltlos zu empfehlen.