Musikwunschdatenbank-Update

Musikwunschdatenbank-Update
Der neue Monat startet direkt mit einem großen Update der Musikwunschdatenbank: Neben den Neuveröffentlichungen GOETHE! (Bad Hersfeld 2021), KALEVALA (Concept 2022), THE VISITOR (Off-Broadway 2021) und TREVOR (Off-Broadway 2022) wurden hierbei auch die Vorschläge aus der Community 14-18 DE MUSICAL (Niederlande 2014), DIE KÖNIGS SCHENKEN NACH (Hamburg 2022), sowie die Alben "Live in New York 1979" von Liza Minnelli, die Single "Shallow" von Natalie May Paris und Paul Tabone, sowie dessen Album "This Is Me" hinzugefügt.

14-18 DE MUSICAL
Das flämische Musical wurde 2014 in Mechelen aufgeführt. Es handelt von einer Gruppe flämischer Freunde zu Zeiten des ersten Weltkriegs.

DIE KÖNIGS SCHENKEN NACH
Die nahtlose Fortsetzung der wahrscheinlich warmherzigsten Liebeserklärung an St. Pauli („Die Königs vom Kiez“) schickt die liebgewonnenen Kieztypen rund um den daueralkoholisierten Käpt’n und seine Familienbande samt liebestoller Nachbarin Berta in ein neues schräges Abenteuer. Goldene Zeiten bei Familie König: Seit Oma bei der Glücksspirale die lebenslange Sofortrente gewonnen hat, ist im heimischen Souterrain der Wohlstand ausgebrochen. Wie seine vier Kinder ist auch Vater König, von allen nur Käpt’n genannt, voll im Kaufrausch und investiert erstmal in die heimische Wirtschaft. Also, wortwörtlich. Volle Kasse, voller Kühlschrank und blau bis aufs Blut – kann das lange gutgehen bei unserer Lieblingssippe auf St. Pauli? Auf keinen Fall! Schnell zieht wieder das pralle Chaos ein und der Käpt’n und seine Sprösslinge wünschen sich sehnlichst die Sorgen von gestern zurück. Denn wo’s bisher nur ums schnöde Geld ging, geht’s jetzt ums nackte Überleben.

GOETHE!
Systemsprenger werden in der Psychologie Menschen genannt, die sich mit ihrer einzigartigen Persönlichkeit jeder Kategorisierung entziehen. Die Literatur ist voll von ihnen. Figuren, die sich gegen den Willen der Götter auflehnen, sich nicht in eine vorgeschriebene Ordnung zwingen lassen, die gegen überholte Gesetze aufbegehren – ihre Gebiete sind nicht Weltpolitik, Religion oder Justiz, ihre Waffen keine Schwerter: was sie ausmacht, ist eine absolute und unumstößliche Ablehnung althergebrachter Strukturen. Sie gehören zum Kern eines jeden Dramas – und Johann Wolfgang von Goethe – der Dramatiker unter den deutschen Dramatikern – erschuf sie nicht nur, er war einer von ihnen. Zumindest ist das das Licht, in das das Musical GOETHE! von Martin Lingnau (Musik), Frank Ramond (Text) und Gil Mehmert (Buch) ihn rückt. Basierend auf dem gleichnamigen Film aus dem Jahr 2010, ist Goethe hier ganz selbstverständlich der Popstar, der er heute in der Literaturgeschichte ist. Im viel studierten Sturm und Drang (der ja mit dem persönlichen Sturm und Drang unseres Protagonisten einher ging) steht der Übergang von der Vision zum Kunstwerk im Vordergrund. So werden Die Leiden des jungen Werther – die, wie so viele große Kunstwerke, hoch biografisch sind – hier Handlung und Subjekt eines Musicals: Ein junger Johann Wolfgang von Goethe verliebt sich in Charlotte Buff, die allerdings schon Johann Kestner versprochen ist. Es folgt eine Dreiecksbeziehung, die – wild, dramatisch und romantisch – schlussendlich in einem Briefroman festgehalten wird. Und das im Musical des einundzwanzigsten Jahrhunderts, so wie in Deutschland 1774. Am Ende geht es auf der Bühne der Bad Hersfelder Festspiele – wo GOETHE! 2020 Premiere feierte – also nicht nur darum, einem Ausnahmetalent zu huldigen, sondern ganz grundsätzlich um den Austausch zwischen historisch-persönlicher Wahrheit und der Dichtung selbst.

KALEVALA
Das Musical mit prominenter Besetzung (u.a. Ramin Karimloo) ist eine Geschichte alter Legenden erzählt von den Geistern des Spukwaldes von Kalevala und von einem finnischen Nationalepos inspiriert. Die einzelnen Geschichten wurden über Generationen durch Lieder weitergegeben, bis sie schließlich 1835 in einem Gedichtband von Elias Lonnrot gesammelt wurden. Seitdem war Kalevala eine Quelle der Inspiration für viele Fantasy-Autoren (darunter J.R.R. Tolkien) auf der ganzen Welt geschätzt.

THE VISITOR
Mit Herz, Humor und neuen Songs bringen das mit dem Pulitzer-Preis und Tony ausgezeichnete Team Tom Kitt und Brian Yorkey mit Kwame Kwei-Armah ihr mitreißendes neues Musical zur Weltpremiere. Es basiert auf dem gleichnamigen Independent-Film THE VISITOR von Thomas McCarthy und handelt vom verwitweten und allein lebenden Walter. Der College-Professor hat den Sinn in seinem Leben verloren. Als Tarek, ein temperamentvoller Schlagzeuger, und Zainab, eine eiserne Schmuckmacherin, unter unerwarteten Umständen in sein Leben treten, wird Walter in ihren Kampf gegen ihre neue Heimat Amerika hineingezogen, welches versucht die "Besucher" wieder loszuwerden.

TREVOR
Wir schreiben das Jahr 1981 in Amerika. Trevor Nelson ist ein 13-jähriger Jugendlicher in einer Vorstadt und träumt vom großen Show-Business. Er erreicht ein Rampenlicht an seiner Schule, allerdings das falsche, denn der Vorfall, der ihn heimisch berühmt macht, ist peinlich. Jetzt muss er seinen eigenen Weg gehen. Die zutiefst bewegende und lustige Geschichte über Selbstfindung und die Kraft der Akzeptanz vermittelt immer das beste im Leben zu geben. Mit Leidenschaft und einem Hauch von Pep. Die Off-Broadway-Aufführung wurde im Januar diesen Jahres aufgezeichnet und ist auf Disney+ verfügbar.